wahrhaftige Mutter

„True Mamas“ –„ wahre Mütter“

True Mama ist die Rubrik, die du gerade angeklickt hast. Als ich vor einiger Zeit den Namen für diesen Bereich wählte, dachte ich, es ist wichtig einen virtuellen Ort des ehrlichen Austauschs zu kreieren.

Ein Platz an dem du einfach so sein kannst wie du gerade bist, mit all deinen Gefühlen, Gedanken, Sehnsüchten, zerplatzen Träumen und Fragen.

Öffentlich über intime Themen und Prozesse schreiben. Wozu?

Eine meiner Freundinnen hinterfragte kritisch, weshalb ich öffentliche über so intime Themen und Prozesse schreiben will. Also wozu das alles hier?

Mich authentisch zu zeigen und endlich aufzuhören das Bild einer perfekten Mutter zu vermitteln, lässt mich jeden Tag zufriedener und ruhiger werden. Dem Bild der Supermama bin ich über einige Berge und Täler gefolgt, bis ich letztlich zu müde war meinen Zorn, meinen Ärger und meine Langeweile zu verdecken.

Ich glaube, es ist so wichtig ehrlich zueinander zu sein. Um immer wieder zu bemerken, WIR ALLE haben die gleiche Bandbreite an Gefühlen, an Zweifeln und Sorgen. Wenn wir uns damit begegnen, kann über die Verbindung zu dir und den anderen Frauen Heilung stattfinden.

Lesetipp:  Der geköpfte Buddha – Wie du als Mutter innere Gelassenheit im Alltag kreierst

Alte Muster und Rollenbilder bewusst machen

Wir sind die Kinder unserer Eltern und Enkel unserer Großeltern und so weiter. Es stecken viele Muster und Themen von Unsicherheit und viele Rollenbilder in dir, die es dir immer wieder schwer machen dahinter dein wahres SELBST zu leben.

Auf dem Weg zu meiner Wahrheit, entdecke ich mein Spiegelbild täglich, im Kontakt mit meinem Sohn. Erst letzte Woche war er über Tage unzufrieden und wütend. Zunächst versuchte ich ihm alles recht zu machen. Doch die Situation verschlimmerte sich dadurch noch mehr.

Der Wandel hin zur Entspannung erfolgte erst, als mein Freund mich intensiv befragte wie es mir gerade ging. Und wie so oft stellte sich dann heraus, dass es hier um mich und meine Gefühle geht und mein Sohn nur darauf reagiert. Als ich ganz ehrlich auf die Fragen meines Freundes antwortete, wurde mir klar, dass ich Schuldgefühle meinem Sohn gegenüber hatte, die ich damit zu übergehen versuchte, dass ich ihm alles recht machen wollte. Durch diese innere Haltung war es mir nicht möglich klare Grenzen zu setzten, was den Kleinen versunsicherte und offensichtlich wütend machte.

Ich nahm mir erstmal Zeit zum Weinen und Schreiben. Dabei kam ich wieder in mir an und die Situation entspannte sich unmittelbar. Ich war wieder in gutem Kontakt zu mir selbst und konnte so genauer wahrnehmen an welchen stellen Zuwendung wichtig war und wann es darum ging ein klares „nein“ zu formulieren.

Wahrscheinlich kennst du es, dass du eine bestimmte Vorstellung im Kopf hast, wie eine tolle Mutter zu sein hat. Wann immer du bemerkst, dass eine Siutation sich zuspitzt, dein Kind sich gar nicht mehr beruhigen will oder du einfach nur noch traurig und oder wütend bist, dann nimm dir die Zeit alles genau zu erforschen. Manchmal scheint es diese Zeit einfach nicht zu geben. Gerade als alleinerziehende Mutter ist es schwer sich die entsprechenden Freiräume zu schaffen. Aber wenn du erkennst, wie wichtig es für dich und auch für dein Kind ist, werden sich irgendwelche Möglichkeiten ergeben. Da bin ich mir sicher.

Vielleicht kann eine liebe Freundin von dir mal für ein paar Stunden aufpassen? So kannst du die Zeit nutzen dich wirklich mit deinen Gefühlen zu verbinden. Schreiben hilft dabei unglaublich Dinge bewusst zu machen.

Mach es dir zur Gewohnheit täglich am abend ein paar Zeilen zu schreiben.  Es kann daraus eine sehr wohltuende Routine entstehen, die dir dabei hilft alte Glaubensmuster bewusst zu machen und zu transformieren.

  • Welche Erwartungshaltung hatte ich an mich an diesem Tag?
  • War diese Erwartungshaltung realistisch?
  • An welchen Stellen war ich ungeduldig mit mir/ mit meinem Kind ?
  • Wie hätte ich stattdessen gerne reagiert?

Jede Situation birgt das Potential der Heilung und Selbstliebe in sich

Diese kleinen Geschichten schreibt das Leben jeden Tag, und du kannst es für dich als Chance nutzen mehr mit dir selbst und so letzlich mehr mit deinem Kind in Kontakt zu sein. Jede Situation hat das Potential der Heilung und Selbstliebe in sich. Und indem du dich bewusst dafür entscheidest, wirst du zu dem, was ich unter einer wahren Mama verstehe. Nämlich eine Mama, die sich selbst so annimmt und liebt wie sie ist. Mit all ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten.

Der Kreis der Schwestern – Frauensolidarität

Vielliecht hilft es dir ja auch, wenn du dich regelmäßig mit anderen Frauen und Müttern verabredest, um Räume der Begegnung zu schaffen und euch zu verbinden. Seid gemeinsam kreativ, unterstützt euch, sprecht euch Mut zu und seid dabei ihr selbst.

Lesetipp: Rise sister rise – wie du dich selbst lieben und andere Frauen unterstützen kannst

 

♥Ich lade dich von Herzen ein auch diesen virtuellen Ort zu nutzen, um dich authentisch zu zeigen mit deinen Sorgen und Ängsten. Schreibe mir gerne in die Kommentare was dich bewegt.

Deine Jenny

 

Bildquelle: Jon Flobrant/unsplash

von Jenny Moczigemba
Für Jenny ist Boost your Om ein Sprachrohr, um all die ehrlichen Geschichten zu erzählen, die ihr im alltäglichen Leben als Mutter passieren. Sie will dich mit ihren Erfahrungen als Heilpraktikerin, Ostheopathin und Ergotherapeutin inspirieren, und dir zeigen wie du dir kleine Wohlfühloasen kreierst.

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