zyklisches Bloggen

Das Geheimnis des freudvollen und smarten Bloggens: Ich habe es erkannt und will es in diesem Artikel mit dir teilen.

Bloggen muss wie alles im Leben von uns Frauen zyklisch sein, damit es längerfristig Freude bringt und auch einen echten Mehrwert für die Leser liefert.

Wenn Rückzug angesagt ist

Schon seit Tagen sträube ich mich mit jeder Faser meines Körpers dagegen die Social Media Kanäle zu besuchen, geschweige denn dort Content zu verbreiten. Es fühlt sich alles so fade an und außerdem will ich unter gar keinen Umständen etwas von mir preisgeben, denn ich bin sehr geheimnisvoll.

Mein untrügliches Gefühl zeigt mir immer wieder aufs Neue, dass sich gähnende Langweile ausbreitet, sobald ich doch einen Versuch starte und den diversen Bloggerladys dabei zuschaue, wie sie Ausschnitte aus ihrem Alltag in kurzen Videos mit mir teilen. Mein eigenes Leben erscheint mir so freudvoll und frisch. Ich will meine kostbare Zeit einfach nicht damit verbringen, das Leben von anderen Menschen zu stalken, seien sie noch so inspirierend.

Tatendrang Ahoi! 

Eine Woche später: Tadaaaaa hier komme ich!

Ich strotze nur so vor Tatendrang. Noch bevor die Sonne den Zenit erreicht, habe ich drei Fotos auf Instagram veröffentlicht und ein Video gedreht, in dem man mich im Bikini von allen Seiten in verschieden Körperhaltungen begutachten kann. Das ist libidinös und plump! Gar keine Frage. Und gerade das macht die Sache so schön. Es ist herrlich befreiend, sich von diesem inneren Kritiker loszusagen, der stets davon ausgeht, man müsse schöngeistigen und künstlerisch anspruchsvollen Content liefern. Nee echt nicht. Authentizität schlägt auf lange Sicht jede noch so ausgefeilte designer Komposition, die dann doch auch schnell etwas steif wirken kann.

Ist natürlich auch immer ein bisschen Geschmacksfrage und es hängt auch davon ab welche Zielgruppe du ansprechen willst.
Ich jedenfalls merke, dass es mir gut tut, einfach das rauszuhauen was sich gerade zeigen mag, ohne zu lange daran rumzufeilen.

Und wenn es mir beim Drücken des Veröffentlichen Knopfs ein ganz kleines bisschen mulmig oder sogar peinlich ist, dann kommt mir das gerade recht.

Stichwort: Comfort Zone verlassen und so.

Kreative Prozesse sind unserer zyklischen Natur unterworfen

Gerade wenn du selbstständig bist, kennst du sicherlich diese permanente Unsicherheit ob du auch genug arbeitest. Bei jeder noch so kleinen Kuchenpause hast du im Hinterkopf, diese nölende Stimme die sagt: „Sei nicht so faul! Du wirst schon sehen was du davon hast.“ Schließlich bist du jetzt dein eigener Boss und musst dir deine Arbeit selber einteilen.

Wenn du dir aber klar machst, dass du einfach aufgrund deiner hormonellen Schwankungen nicht immer gleich leistungsfähig bist, dann bringt das eine enorme Erleichterung mit sich.

Lesetipp: Go cyclic! Entdecke deine weibliche Kraft

Du wirst einfach insgesamt liebevoller mit dir umgehen. Du wirst genau spüren wann es wirklich richtig wichtig ist eine Kuchenpause zu machen.

Erlaube dir einfach mit dem Fluss zu gehen und komme dadurch in eine spielerische Leichtigkeit, die das Arbeiten zur wahren Freude werden lässt.

Mut zur Content-Lücke

Und wenn auf deinem Instagram Feed mal eine Woche nichts los ist, ist das auch kein Weltuntergang. Follower, die sich wirklich interessieren für das was du machst, werden es dir nicht übel nehmen. Und die anderen willst du doch sowieso los werden – umso besser also!

In diesem Sinne, wundere dich nicht, wenn auf meinem Blog ebenso wie auf den Social Media Kanälen mal mehr mal weniger Content erscheint.

Ich bin ein zyklisches Wesen und gestehe mir das jetzt auch endlich zu. Die Selbstsändigkeit macht es mir möglich, die Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen und im Zweifelsfalls werde ich mich immer für mein Wohlbefinden und meine Gesundheit entscheiden und gegen diesen inneren Leistungsanspruch. Ich hoffe du machst das auch!

Let´s create magic

Deine

Milena

von Milena Klingel
Als Gründerin von Boost your Om ist es Milena ein Herzensanliegen alle ihre Erfahrungen aus langjähriger Tätigkeit als Ergotherapeutin und Yogalehrerin jetzt mit noch mehr Menschen teilen zu können. Kreativ, wild und frei lädt sie immer wieder dazu ein der inneren Stimme zu vertrauen und im Alltag ein Leben voller Selbstliebe und Magie zu verwirklichen.

    6 Kommentare

  1. Sabrina 27. Oktober 2016 at 14:07 Antworten

    Super Beitrag, vielen Dank dafür! Mir geht es des öfteren so, jetzt weiß ich, dass ich mich nicht stressen muss und ich nicht der einzige Mensch in diesem sozialen Bloggeruniversum bin, der nicht jeden Tag 5 Bilder auf Instragram postet 😀

    Alles Liebe,
    Sabrina

    • Milena Klingel 27. Oktober 2016 at 15:22 Antworten

      Liebe Sabrina,
      das freut mich sehr zu hören! Neee also stressen ist wirklich keine gute Idee- so generell- schreibe ich dir noch mit halb geschlossenen Augen nach meinem gemütlichen Mittagsschlaf 😜 Alles Liebe

  2. Nadja 4. November 2016 at 14:00 Antworten

    Liebe Milena,

    ich habe deinen Blog erst vor kurzem entdeckt, bin aber jetzt schon total begeistert 😉 Ich mische erst seit wenigen Wochen bei dem ganzen Blogger-Kram mit und finde deine Sicht auf die Dinge sehr erfrischend, denn überall liest man nur Artikel darüber, wie man motiviert bleibt, dass man am besten täglich auf den sozialen Netzwerken etwas postet und und und…
    Gerade jetzt am Anfang merke ich das der innere Kritiker noch sehr stark ist und ich vor meinem ersten Blogpost dasaß und kaum ein gescheites Wort hinbekommen habe, obwohl ich doch eigentlich gerne Schreibe und das total mein Thema ist… Aber dann denke ich mir, es ist viel wichtiger authentisch und menschlich zu sein und auch mal einen Rechtschreibfehler im Text zu haben oder mal ein paar Tage nicht mein ganzes Leben auf Social Media zu zeigen. Es ist völlig normal, dass es mal mehr und mal weniger ist. Danke das du in diesem Artikel mal sagst, dass solche Rückzugsmomente auch dazu gehören 🙂

    Liebe Grüße,
    Nadja

    http://www.wildcatyoga.de/

    • Milena Klingel 4. November 2016 at 21:23 Antworten

      Liebe Nadja,
      es freut mich sehr zu hören, dass ich ein bisschen mehr Entspannung in deinen Blogger Alltag bringen konnte😄 Jaaaa ich finde das einfach super wichtig! Ich beschäftige mich selber gerade sehr kritisch mit diesem Thema.Ich glaube schon, dass es auch darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden und einfach mal an einer Sache dran zu bleiben und 100% zu geben. Sozusagen die kurzfristige Laune dem längerfristigen Ziel unterzuordnen, auch wenn es am Anfang schwer fällt. Und dennoch spüre ich einfach, dass ich es anstrengend finde nur noch in Superlativen zu denken und mich selbst zu sehr zu pushen… deswegen nehme ich mich einfach an so wie ich gerade bin. Und ja ich bin an einigen Stellen echt faul und könnte viel mehr aus mir herausholen aber gleichzeitig vertraue ich eben auch auf den Prozess. Ich denke alles was wir zu krampfig versuchen wird auf Dauer so ätzend, dass wir es nicht durchhalten. Deswegen ist meine Devise lieber sanft und alles zu seiner Zeit – let go into the flow! Und mach dir bewusst, du kannst nur gewinnen! Rechtschreibfehler hin oder her wenn du authentisch schreibst, ganz bei dir bleibst und für die Leser einen Mehrwert stiftest, wird dein Blog auf lange Sicht erfolgreich sein! Ich drücke dir jedenfalls die Daumen und nutze jetzt die weiter S-Bahn Fahrt mal um mir deinen Blog anzuschauen 😀 Ganz liebe Grüße und alles Gute Milena

  3. Katrin 7. April 2017 at 9:50 Antworten

    Sehr schön geschrieben! Ich freue mich, dass du so ehrlich schreibst und einem das Bild vermittelst, dass es auch okay ist mal einen schlechten Tag zu haben. Im Netz bekommt man schließlich sehr schnell den Eindruck, dass Jeder jeden Tag perfekt gestylt aus dem Haus geht und immer Lust hat etwas zu posten. Dabei geht es doch eigentlich um Qualität vor Quantität.

    Ich werde mal noch ein bisschen weiter auf deinem Blog stöbern, gefällt mir wirklich sehr!

    Liebe Grüße,
    https://lebegruen.com/

    • Milena Klingel 7. April 2017 at 14:42 Antworten

      Liebe Katrin,
      ja im moment merke ich auch gerade wieder, dass ich lieber weniger poste und dafür von Herzen. Freut mich sehr, dass es dir auch so geht.
      Alles Liebe
      Milena

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