Beim Yoga geht man davon aus, dass der Mensch aus drei Körpern besteht, die wiederum aus fünf Hüllen aufgebaut sind. Das ist sehr spannend, denn es hat eine große Auswirkung auf unsere Yogapraxis. Wenn wir nur die physische Hülle beachten, dann ist die Praxis platt und ähnelt eher einer Gymnastikstunde. Das ist im Grunde nichts schlechtes, denn für viele ist die rein körperliche Betätigung ein guter Einstieg, um dann langsam die Wahrnehmung feiner werden zu lassen.

Nichtsdestotrotz finde ich für meinen Teil Yoga gerade deshalb so faszinierend, weil es auf allen Ebenen des Seins wirkt.

Physische Blockaden und Verspannungen, sind in der Regel der materielle Ausdruck einer in feineren Ebenen liegenden Disbalance. Wenn wir es schaffen, unser Bewusstsein urteilsfrei auf die physischen Widerstände zu richten, so erkennen wir vielleicht auch die dahinter liegenden emotionalen und geistigen Blockaden. Nur durch dieses Wahrnehmen findet bereits eine Transformation statt. Das ist, was ich als Magie bezeichne.

Die Magie des Yoga 

Wenn du plötzlich merkst, dass sich dein Leben still und heimlich verändert. Du triffst andere Entscheidungen und verhältst dich anders, ohne genau zu wissen warum.
Yoga entfaltet ganz langsam seine Magie und dein Leben wird gesünder, reicher und befriedigender, ganz ohne das du etwas erzwingen musst. Wie wunderbar!

Was genau meine ich nun aber wenn ich sage, Yoga wirkt auf allen Ebenen deines Seins. Welche Ebenen gibt es?

Physischer Körper

Wir haben einen physischen Körper daran gibt es keinen Zweifel. Wir können ihn sehen, anfassen und spüren.
Dieser physische Körper besteht aus der Nahrungshülle, die sich wie der Name schon verrät aus dem zusammensetzt, was wir als Nahrung zu uns nehmen.

Wie du deinen physischen Körper stärken kannst:

  • Vegetarische/vegane Ernährung
  • Regelmäßige körperliche Übungspraxis
  • Ruhepausen

Astralkörper

Dieser Bereich deines Selbst ist schon etwas unbekannter, da feinstofflicher. Der Astralkörper besteht aus drei Hüllen

Lebensenergie Hülle:

Dies ist die Ebene der Emotionen und der Lebensenergie. Wenn du am Anfang der Yogastunde die Augen schließt, und deine Sinne nach Innen richtest, dann nimmst du im ersten Moment vielleicht nur ein undifferenziertes Tosen war. Emotionen sind Energy in motion und wie bei einem wilden Kettenkarussell wirbeln sie durch deine Lebensenergiehülle. Sie sind ganz eng verbunden mit deiner Atmung. Du wirst merken, dass wenn du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem lenkst, sich dieser nach und nach beruhigt und dadurch auch das Tosen der Gefühle in dir langsam ruhiger wird.

Genau aus diesem Grund ist es bei der Yogapraxis so essentiell die Bewegung mit der Atmung zu synchronisieren.

Wichtig: Bei den Atemübungen solltest du nie etwas forcieren und deine ganz persönlichen Grenzen achten. Da die Gefühle eben in der Lebensenergiehülle direkt mit dem Atem verbunden sind, können durch eine zu extreme und unachtsame Atempraxis Gefühle ausgelöst werden, die du vielleicht noch gar nicht richtig integrieren kannst und die dich daher überfordern.

Mental Hülle:

Dies ist die unbewusste und bewusste Ebene deines Geistes. Wie auf eine große Kinoleinwand, die deinen physischen Körper umgibt, werden alle Sinneswahrnehmungen und Gedanken auf diese Fläche projiziert. Der Atem stellt das Bindeglied zwischen deiner physischen und der mental Hülle dar. Über die Kontrolle des Atems kannst du lernen auch Kontrolle über deinen Geist zu erlangen. Du erkennst, dass du nicht deine Gedanken bist und fängst an diese urteilsfrei zu beobachten.

Wichtig: Ich empfehle, die Yogapraxis entweder sehr langsam auszuführen oder im Anschluss noch in der Stille zu meditieren. Die Wahrnehmung wird dann so fein, dass du gleichzeitig deine Bewegung, deine Atmung, deine Gefühle und deine Gedanken wahrnehmen kannst. Ob das auch möglich ist, wenn man von einer Pose in die andere rusht und dabei noch einen fetten Beat auf den Ohren hat, möchte ich an dieser Stelle mal mit einem ? offen lassen.

Intuitions Hülle:

Dies ist die Ebene einer höheren Intelligenz, die uns alle durchdringt. Auf der Ebene der Intuition wissen wir, was uns gut tut und was nicht. Wir wissen welche Entscheidungen die richtigen sind und folgen unserem ganz eigenen Weg, egal was die anderen sagen.

Zugegebenermaßen ist das überhaupt nicht leicht, die Verbindung zu dieser Eben herzustellen und aufrechtzuerhalten. Oftmals ist sie vergraben unter Konventionen und einschnürenden Glaubenssätzen, die wir im Laufe der Sozialisation verinnerlicht haben. Durch die liebevolle und achtsame Innenschau können wir den Zugang jedoch wieder freischaufeln. Wenn du es schaffst dich mit dieser Ebene immer wieder und wieder zu verbinden, dann wird sich Magie in deinem täglichen Leben ausbreiten und du wirst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, die richtigen Menschen und die richtigen Entscheidungen treffen.

Wie du deinen Astralkörper stärken kannst:

  • Sanfte und achtsame Atempraxis
  • Arbeit mit positiven Affirmationen
  • der inneren Führung vertrauen

Kausalkörper:

Dieser Körper besteht aus der Hülle der Glückseligkeit und über ihn sind wir mit dem Universum verbunden. Das klingt schon ziemlich abstrakt, aber letztendlich ist es genau dieses Gefühl, dass du in der Endentspannung nach einer Yogapraxis erfährst. Verbunden mit dem ganzen Universum bleiben für eine kurze Zeit keine Fragen mehr offen. Diese Erfahrung kann man nicht so gut mit Worten beschreiben, weswegen die Praxis auch immer im Vordergrund steht.

Wie du deinen Kausalkörper stärken kannst: 

  • Bedingungslos lieben
  • In der Freude sein

Das nächste mal wenn ich bei der Endentsapnnung wieder sage : „die positive Wirkung der Yogapraxis breitet sich aus bis in alle Ebenen deines Seins“, weisst du nun genau was damit gemeint ist.

Let´s create magic

Deine

Milena

von Milena Klingel
Als Gründerin von Boost your Om ist es Milena ein Herzensanliegen alle ihre Erfahrungen aus langjähriger Tätigkeit als Ergotherapeutin und Yogalehrerin jetzt mit noch mehr Menschen teilen zu können. Kreativ, wild und frei lädt sie immer wieder dazu ein der inneren Stimme zu vertrauen und im Alltag ein Leben voller Selbstliebe und Magie zu verwirklichen.

    2 Kommentare

  1. Kamala 8. Dezember 2016 at 11:33 Antworten

    Wieder ein super Artikel! Danke!
    Ich kenne das „Konzept“ der Körper und Hüllen zwar auch aus meiner Yogalehrer Ausbildung, aber du hast nochmal ganz andere Worte gefunden, diese zu beschreiben, und besonders interessant auch, wie man auf sie beim Praktizieren eingehen kann!
    🙂
    Viele liebe Grüße
    Kamala

    • Milena 8. Dezember 2016 at 11:49 Antworten

      Liebe Kamala,
      es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt. Ich versuche immer so wenig Sanskrit Begriffe wie möglich zu verwenden, damit Yoga und die Yoga Philosophie ganz in unsere Eigenwelt eingewoben werden können. Die Herausforderung ist eben genau dies, etwas Fremdes zu etwas Eigenem werden zu lassen. Erfahrungsgemäß geht das leichter, wenn wir Begriffe aus der Spache wählen, die wir eben auch im Alltag verwenden.
      Ich schicke dir ganz liebe Grüße 💕🙏🏼

      Milena

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